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Massagetherapie, oder was heisst eigentlich "nur Wohlfühlen"?

In den letzten Jahren geriet die Massage zunehmend in die Kritik. Ärzte und Politiker nahmen nur zu gern die Primitivformel auf, die von interessierter Seite in Umlauf gebracht worden war:
"aktiv = gut = Krankengymnastik,

passiv = schlecht = Massage". Dass sich gerade auch die Krankengymnastik, und in neuerer Zeit auch die Ergotherapie gerne sog. passiver Methoden (z. B. manuelle Therapie) bedient, wird gerne verschwiegen. Die Argumentation ist wissenschaftlich widerlegt (u. a. "Zur Stellung der Massage im therapeutischen Konzept" von Prof. Dr. med. Hans-Dieter Hentschel, erschienen in "Physik. Therapie", 12/87 S. 777 -781), so dass ich mir hier eine weitere Stellungnahme zu den absurden Argumenten erspare.

Massage gehört zu den ältesten Heilmethoden der Menschheit. Die geschichtlichen Erwähnungen reichen im Altertum von den Römern, Griechen bis zu den Ägyptern. Noch frühere Hinweise finden sich im alten China

Was können Sie nun von Massage erwarten?Zuerst einmal Wohlbefinden. Und im Wohlbefinden konnen Sie sich entspannen. Wenn Sie entspannt sind, ist Ihr Nervensystem aufnahmefähig und deshalb bereit, alte gewohnheitsmäßige Muster aufzugeben. Von Passivität keine Spur, Ihre Zellen sind bei einer achtsam ausgeübten Massage hellwach, und handeln reaktiv

Lernen ist besonders dann möglich, wenn sich der Organismus in einem Zustand der Entspannung befindet

Setzt ein Lernprozess ein, bei dem der Bewegungapparat zu einer besseren Form oder Haltung findet, dann war dies immer die Folge einer guten Entspannung, eines Wohlbefindens. So ist es z. B. möglich, daß sich Wirbel wieder "einrenken", allein weil sich die Muskulatur entspannt hat.

"Einfaches Wohlbefinden" gibt es demnach nicht, es schafft vielmehr immer die Grundlage für tiefgreifende Veränderungen. Diese Veränderungen gezielt hervorzulocken, das ist die Kunst der Massage.